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Kein Atomausstieg in Japan

Zu vorschnell berichteten die westlichen Medien, Japan plane bis 2040 aus Atomenergie auszusteigen. Stattdessen will Japan in der langfristigen Planung der Energieversorgung neue Energieformen berücksichtigen und sich so Handlungsalternativen für die Zukunft offen halten bzw. schaffen.

Anders als in Deutschland, wo es um Verhinderung von Handlungsalternativen in allen Bereichen geht, denken die Japaner anscheinend viel pragmatischer. Die Regierung mag sich nicht festlegen, um auch in Zukunft flexibel und zum Wohl der Japaner handeln zu können.

Die Atomkraftwerke lieferten vor dem Tsunami rund ein Drittel der der gesamten elektrischen Energie Japans. Seit dieser Zeit sind von den 50 AKW gerade mal zwei wieder am Netz. So sehen die Japaner unfreiwillig wie unstabil das Stromnetz ist, wenn große Stromproduzenten mit zuverlässiger Stromproduktion ausfallen.

Auch in Zukunft will Japan hauptsächlich auf zuverlässige Stromlieferanten setzen wie Atomkraft, Wasserkraft und – Japan ist reich an Warmwasserquellen – eben Geothermie.

Windkraft und Photovoltaik (Strom aus Sonneneinstrahlung) werden in Japan in den nächsten Jahren nur marginale Rolle spielen aber Atomenergie nicht ersetzen können. Dazu ist Japan auf Energie zu sehr angewiesen, gerade weil dieses Land durch Naturereignisse wie Erdbeben und Tsunamis bedroht ist. Ohne großen Einsatz von Energie wären Schutzmaßnahmen wie Uferbefestigungen oder besondere Infrastruktur nicht denkbar. Ohne diese Schutzvorkehrungen würde ein Erdbeben in Japan Schäden wie in Haiti verursachen; und ein Tsunami ähnlich viele Opfer fordern wie in Indonesien.

Veröffentlicht am 22.09.2012
Schlagworte: japan natur zivilisation politik

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